Kulinarische Informationen zum Thema
Den Sommer mit allen Sinnen genießen - Genussvolles für Körper, Geist und Gaumen
Kulinarischer Genuss für mehr Lebensqualität
Genuss beim Essen ist die optimale Voraussetzung für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Essen und Trinken als Grundformen sinnlicher Beanspruchung schaffen Zugang zur Erlebniswelt der Sinne. Studien unterstreichen den positiven Effekt von Genussfähigkeit auf das allgemeine Wohlbefinden – Genießer gelten demnach als leistungsstärker, stressresistenter und ausgeglichener: Der Förderung von bewusstem Essen im Sinne von sinnlichem Essen unter Einsatz aller fünf Sinne – sehen, riechen hören, schmecken und fühlen – kommt daher besondere Bedeutung zu.
Hochwertige Lebensmittel aus der Region stehen für geschmackliche Vielfalt, Qualität und Frische. Durch ihre sorgsame und kreative Zubereitung können die Wirtinnen und Wirte ihre Gäste von den Vorteilen des gesunden Genießens überzeugen und werden zu Vermittlern einer regionalen und gesunden Esskultur.
Genussvolles Essen hat vielerlei Facetten
Im Portrait: "sommerliche Beeren"
Herbstschulung 17. Oktober 2011 - Schwerpunkt "Sensorik - Essen mit allen Sinnen"
Genussvolles Essen hat vielerlei Facetten

Genuss muss alle Sinne ansprechen
Genussvolles Essen setzt eine umfassende Wahrnehmung durch alle Sinne voraus. Der Geschmack einer Speise ergibt sich aus ihrer sinnlichen Wahrnehmung.
Sehen: „Man isst mit den Augen“ ist bereits im Volksmund bekannt. Ist die Hauptspeise ansprechend von Beilagen umgeben oder ist der Teller einfach voll geladen? Springt die Dekoration mit frischen Kräutern ins Auge und weckt die Lust auf die Erkundung neuer Geschmackseindrücke?
Hören: Es knuspert, zischt und knackt ….. – Auch der „Sound“ von Lebensmitteln hinterlässt beleibende Eindrücke. Man denke an den Biss in einen saftigen Apfel oder das Knacken beim Verspeisen von frischem Salat.
Riechen: Einen sinnliche Wahrnehmung bedeutet auch, dass Speisen duften. Düfte wecken Gefühle und Erinnerungen.
Fühlen: Unseren Tastsinn gebrauchen wir normalerweise über die Haut. „Mouthfeeling“ ist ein Begriff aus der Wissenschaft des Schmeckens und vermittelt, dass auch das Mundgefühl einer Speise seine Rolle spielt.
Schmecken: Hat die Speise ihren Weg in den Mund gefunden, beginnt das eigentliche Schmecken: Auf der Zunge finden sich Geschmackspapillen mit Geschmacksknospen und Sinneszellen, für die verschiedenen Geschmacksrichtungen. Wird ein Geschmacksrezeptor gereizt, so wird der Reiz in ein elektrisches Signal umgewandelt und in die Geschmackszentren des Gehirns geleitet. Erst dort entsteht die eigentliche Geschmacksempfindung.
Die 7 Regeln für gesunden Genuss lauten
• Genuss braucht Zeit
• Genuss muss erlaubt sein
• Genuss geht nicht nebenbei
• Wissen, was einem gut tut
• weniger ist mehr
• ohne Erfahrung kein Genuss
• Genuss ist alltäglich
Auch Genießen will gelernt sein
Genuss- und Differenzierungsvermögen stellen sich nicht von selbst ein, genießen will gelernt sein. Lassen Sie sich von der geschmacklichen Vielfalt der heimischen Lebensmittel inspirieren!
Im Portrait: „sommerliche Beeren“
Vielfältig, bunt und gesund
Von verführerisch süß, schmelzend zart bis säuerlich herb, das sommerliche Beerenangebot hält für jeden Gusto und Geschmack die richtige Frucht bereit.
Die nahezu unerschöpfliche geschmackliche Vielfalt, kombiniert mit zahllosen Verwendungsmöglichkeiten in der Küche und jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe machen Beerenobst zu Genuss- und Wohlfühlfrüchten schlechthin.
Beerenarten und ihre Vorzüge
Himbeere
Himbeeren haben ein unvergleichlich zartes Aroma, sie zergehen förmlich auf der Zunge. Sie sind reif, wenn sie sich leicht vom kegelförmigen Blütenboden lösen.
Himbeeren vereinen jede Menge Inhaltsstoffe in sich. Neben Vitaminen und einer Vielzahl an Mineralstoffen wie Kalium, Eisen, Magnesium und Mangan sind es Fruchtsäuren, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die Himbeeren als überaus gesunde Früchte auszeichnen.
Ribisel
Aromatisch und säuerlich im Geschmack erfrischen Ribiseln Körper und Gaumen. Rote Ribiseln können es in puncto Gehalt an Vitamin C problemlos mit Zitrusfrüchten aufnehmen. Ihre schwarzen Verwandten enthalten annähernd viermal so viel Vitamin C wie Orangen oder Grapefruits und sechsmal so viel wie Mandarinen.
Heidelbeere
Heidelbeeren schmecken erfrischend, leicht säuerlich und manchmal auch etwas bitter. Die dunklen Beeren wirken durch ihren Gehalt an Fruchtsäuren verdauungsfördernd. Im Hinblick auf ihre gesundheitsfördernde Wirkung besonders interessant ist ihr hoher Gehalt an Pflanzenfarbstoffen. Die farbgebenden Anthocyane wirken als Antioxidantien und sind in der Lage, schädliche Radikale im Körper zu neutralisieren.
Rezeptideen zum Thema "Beeren" finden Sie hier.
Herbstschulung 17. Oktober 2011 –
Schwerpunkt „Sensorik – Essen mit allen Sinnen“
Auch das jährliche, für die Teilnahme an der Initiative „tut gut“-Wirte/Erlangung des Jahreszahlenetiketts verpflichtende Schulungsangebot, widmet sich heuer ganz dem Thema „Genuss beim Essen“.
Unter dem Motto „Sensorik – Essen mit allen Sinnen“ wird der Genussfaktor „Essen“ umfassend beleuchtet und die persönliche Genussfähigkeit in der Praxis erprobt.
Die SchulungsteilnehmerInnen erfahren Grundlegendes über
• sensorische Wahrnehmung und Genussfähigkeit
• sensorische Wahrnehmung im Hinblick auf die Qualität von Lebensmitteln
• Zusammenhänge zwischen Genussverhalten und Gesundheit
• Genuss – Erfolgfaktor in der Gastronomie (?)
Im Rahmen praktischer Genussworkshops haben die WirtInnen die Möglichkeit
• ihr sensorisches Know How zu testen und zu erweitern
• (neue) Geschmacks- und Lebensmittelqualitäten kennen zu lernen
• ihre kulinarische Kreativität und Kompetenz im Hinblick auf geschmackliche Kombinationen – Harmonie der Aromen – zu erweitern
Als Referentinnen stehen Expertinnen aus dem Fachbereich der Sensorik zur Verfügung.
Schulungstermin: 17. Oktober 2011, 09´00 - 15´30 Uhr
Mehr Informationen zur Initiative >>tut gut<<-Wirte gibt´ s unter http://www.noetutgut.at/content/projekte/gemeinde/tutgut_wirte/wirte.php.

