Gesundes Niederösterreich



Aktuelles

Neuigkeiten vom Gesunden Niederösterreich

Festvortrag und Empfang: v.l.n.r.  Johannes Püspök, Wolfgang Sobotka, Edith Bulant-Wodak, Gerald Gartlehner, Paulus Hochgatterer, Reinhold Christian
Weitere Fotos und Impressionen finden Sie unter: www.eufep.at
 

  

250 Besucher am ersten EUFEP-Tag in Baden

LHStv. Mag. Wolfgang Sobotka: Kosten senken und breitere Öffentlichkeit schaffen

Von 16. bis 18. Juni geht heuer im Congress Casino Baden bereits
zum zweiten Mal der Kongress von EUFEP, dem Europäischen Forum für Gesundheitsförderung und Prävention, über die Bühne. Heuer sind 300 Wissenschafter und Besucher aus der ganzen Welt zu Gast in Niederösterreich.


Der Kongress widmet sich in diesem Jahr dem Thema mentale Gesundheit, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka gestern Abend in Baden bei der Eröffnung. Neben dem persönlichen Leid gehe es dabei auch um die damit verbundenen Kosten und den Status des gesellschaftlich noch nicht komplett anerkannten Krankheitsbildes.

Die fünf anerkannten psychischen Erkrankungen Angststörungen, affektive Störungen, Sucht, Demenz und Psychosen verursachen laut Sobotka nominelle Kosten von 7,8 Milliarden Euro jährlich. Das entspreche 3 Prozent des Bruttoinland-produktes, wobei Essstörungen u.a. noch gar nicht enthalten seien. 31 Prozent der Kosten entfallen auf Krankenstände, 21 Prozent auf Krankenhausbehandlungen, 3 Prozent auf Medikamente.

Auf 1.000 Beschäftigte entfallen, so Sobotka weiter, pro Jahr 654 entsprechende Krankenstandstage. Jeder 15. versäumt innerhalb eines Monats mindestens einen Arbeitstag wegen psychischer Probleme. Depressionen, Burn-Out u. a. stellen in Österreich mit 41 Prozent bei Frauen bereits die häufigste und mit 24 Prozent bei Männern die zweithäufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühpensionierungen dar. Laut WHO wird bis 2030 Depression weltweit die häufigste schwere Erkrankung sein.

"Niederösterreich investiert in die Gesundheitsvorsorge rund 12 Millionen Euro jährlich. Wir werden in den nächsten Jahren auch in mentale Gesundheitsförderung mehr Geld investieren", erwartet sich Sobotka von dem Kongress vor allem Beiträge zur wissenschaftlichen Begleitung und Evaluierung der Maßnahmen, für ein breiteres öffentliches Bewusstsein, für eine Kostensenkung sowie Best-Practice-Beispiele für die niederösterreichischen Initiativen wie "Gesunde Gemeinde" oder "Gesunde Schule", bei denen die mentale Gesundheit ebenfalls einen Schwerpunkt darstellen wird.

Den beeindruckenden Eröffnungs-Festvortrag des Kongresses hat Schriftsteller sowie Kinder- und Jugendpsychiater Prim. Dr. Paulus Hochgatterer gehalten. In der
Plenarsitzung des heutigen ersten Tages werden ExpertInnen aus England, den USA, Australien etc. über Herausforderungen und eigene Erfahrungen mit der evidenzbasierten Evaluierung von Programmen zur Förderung mentaler Gesundheit diskutieren. Schwerpunkt des zweiten Tages ist die mentale Gesundheit bei Kindern.

Nähere Informationen bei:
Mag. Claudia Isaza Montoya
c.montoya@sengthaler.com
Tel.: 0664-88456505 und 0699-11098955


Im Rahmen von EUFEP gibt es erstmals einen JournalistInnen Workshop zum Thema: Evidenzbasierter Medizinjournalismus.
• Ort: Kongressgelände Casino Baden, in Baden bei Wien
• Datum: Donnerstag,17.Juni Uhrzeit: 15.30-18.00 Uhr
• Vortragende: Gerd Antes, Deutsches Cochrane Zentrum, Bradley Gaynes, University of North Carolina und Stefan Löffler, freier Journalist

Ziel des Workshops ist, JournalistInnen, die regelmäßig über Gesundheitsthemen berichten, Fragen wie: Welche Veröffentlichungen haben die größte Aussagekraft? Wie verschafft man sich rasch und effizient einen Überblick über die aktuellsten einschlägigen Forschungsergebnisse? Was bedeuten all die Zahlen und Prozentsätze überhaupt? u.v.m. zu beantworten.

Die Teilnahme ist für Journalisten kostenlos.


Weitere Informationen finden Sie unter: www.eufep.at


Einfach.Gesund.Leben